12/2003 tendenz
Kabel digital
Das deutsche Kabel-TV: Pleiten, Pech und Pannen. Wobei der Schwerpunkt eindeutig auf Pleiten liegt. Ein internationaler Ausnahmefall – oder liegen wir mit unseren Malaisen mitten im Trend?
Geldvernichtungsmaschine Kabel
Das gute alte Breitbandverteilnetz. Über Jahrzehnte gereifte Technologie,
gut abgehangene Geschäftsmodelle. Solides Handwerk eben, mit manchmal
sogar etwas goldenem Bodensatz. Dann fegte die New Economy über die internationalen
Kabelnetzer hinweg ...
Aber gehen wir erst mal in der Geschichte gut 55 Jahre zurück. In den USA entstehen die ersten Kabelnetze, um Unzulänglichkeiten beim terrestrischen TV-Empfang auszubügeln. Stand ein Berg dem terrestrischen Empfang im Weg, baute man eine Antenne auf den Gipfel und verdrahtete sie mit dem Dorf im Tal. Das kostete weniger als ein Zusatzsender, und viel weniger, als den Berg abzutragen. Kabel war schlicht die Fortführung des Antennenempfangs mit anderen Mitteln.
Mit den heutigen Kabelnetzen hat dieser Hansaplast-Ansatz nur mehr wenig zu tun. Geblieben scheint jedoch mancherorts eine Art historischer Minderwertigkeitskomplex – zumindest wenn man manchen Äußerungen zum Thema DVB-T Glauben schenken mag. Wenn die digitale terrestrische Übertragung einer Handvoll Programme tatsächlich das Kabelmodell in seinen Grundfesten erschüttert kann, dann sollte man die Strippen wieder ausgraben, und das anfallende Altmetall auf ebay versteigern.
Auf der anderen Seite sind die Empfindlichkeiten der Netzbetreiber allerdings durchaus nachvollziehbar. Ish, Iesy, UPC, ONO, Telewest, Cablecom, Auna, Primacom, NTL – allein die europäischen Insolvenzen der letzten Jahre sprechen eine deutliche Sprache. Und auch im Kabelmutterland USA steht es bei vielen Netzbetreibern finanziell nicht zum allerbesten. Adelphia, mit mehr als fünf Millionen Haushalten die Nummer fünf der US-Netzbetreiber, meldete im Juni 2002 Bankrott an. Charter Communications, die Nummer drei (rund 6,5 Millionen Haushalte), ächzt unter einer Schuldenlast von 19 Milliarden Dollar. Selbst für Hauptaktionär Paul Allen, seines Zeichens Mitbegründer von Microsoft und einer der reichsten Männer der Welt, ist das nicht mehr unter Spielgeld zu verbuchen. Zudem untersuchen US-Bundesbehörden die teilweise etwas zu kreative Buchhaltung des Unternehmens.
Deutsche Krankheit oder Eurosklerose?
Aber es ist ja schon fast beruhigend. Die Kabelkatastrophe der letzten Jahre
ist kein rein deutschen Phänomen. Glaubt man den Bundespost/Telekom-Nachfolgeorganisationen,
den Netzebene Drei-Betreibern, so steckt der Teufel in ebendieser Netzebenenstruktur.
Ein Überblick über die internationale Kabellandschaft zeigt ein
anderes Bild. Egal, ob die Kabellandschaft nach dem Infrastrukturmodell wie
in Deutschland oder als Pay-TV-Modell wie in den USA oder Großbritannien
organisiert ist. In beiden Ausgangslagen sind (respektive waren) das Gros
der Netzbetreiber zumindest einmal Krisenfälle. Auch der Grad der Digitalisierung
der TV-Haushalte scheint keine Rolle zu spielen. Die weitgehend digitalisierten
Provider in Großbritannien kämpfen ebenso ums finanzielle Überleben
wie Unternehmen wie UPC, die den unvermeidlichen Schritt ins digitale TV-Zeitalter
noch nicht so recht geschafft haben. Nicht einmal die Frage der Verkabelungsdichte
scheint einen Einfluss auf die wirtschaftliche Situation der Netzbetreiber
zu haben. Im dicht verkabelten Deutschland endete das Kabelabenteuer für
Callahan Associates (heute Cable Partners) ebenso in der Insolvenz wie die
eigentlich erfolgreichen Triple-Play-Angebote von NTL in Großbritannien
– wo Murdochs Satellitenangebot BSkyB das Multikanalfernsehen fest im
Griff hat.
Opfer der New Economy
Was war passiert? Das gemütliche Kabelmodell der Vergangenheit, immer
basierend auf lokale Infrastruktur-Monopole, war in die Mühlen der New
Economy geraten. Analysten und Investmentbanker mögen zwar bestehende
Geschäftsmodelle gut weiter extrapolieren können. Nur: wie verpacke
ich neue Modelle? Die Verlockung war, eine Art Microsoft 2.0 gepaart mit Dagobert
Duck-Syndrom: alle Investoren werden innerhalb einer Dekade die reichsten
Männer der Welt. Und für die beteiligten Analysten und Investment-Banker
fällt vorab schon jede Weihnachten ein Jahresbonus in Millionenhöhe
an. Internet-Kataloge wie Yahoo! waren mehr wert als Industrieriesen wie Volkswagen
- dessen Jahresgewinn den Umsatz von Yahoo! überschritt. Die Zukunft
war elektronisch. Die Softwareunternehmen reicherten die Elektronen um Information
an, schafften den Mehrwert. Und um Elektronen zu bewegen, brauchte man Telekommunikationsunternehmen.
Wie zum Beispiel die Mobilfunker, denen der Hype die UMTS-Schuldenberge hinterließ.
Oder eben die Kabelnetzer. Dann nahm alles seinen ganz normalen Lauf. Kapital?
Kein Problem. Wer nicht investierte, wurde konsolidiert. Dann platzte die
Blase. Der Neue Markt? Vergangenheit. Praktisch unbegrenzter Zugang zu Kapital?
Lange vorbei. Geblieben sind Konkurse, Katzenjammer und ein Schuldenberg.
Wirklich profitiert im großen Stil hat von der blühenden Anleger-Phantasie nur einer: Dr. John C. Malone, vormals Chef des US-Netzbetreibers TCI. Im Rahmen des 36 Milliarden-Dollar-Mergers von TCI mit dem Telefonriesen AT&T sortierte Malone nicht nur die Programmbeteiligungen und die internationalen Netze unter Liberty. Abverkäufe von Liberty an die Konzernmutter AT&T spülten mehr als fünf Milliarden Dollar in die Kassen. Ein Deal, noch zu TCI-Zeiten geschlossen, garantierte, dass das Liberty-Unternehmen Starz Encore Group für seine Themenkanäle bis ins Jahr 2022 auf allen jetzigen und kommenden TCI-Systemen pro Haushalt eine fixe Gebühr erhält. AT&T Broadband existiert seit der Übernahme durch Comcast nicht mehr. Aber erst im September diesen Jahres einigten sich Starz und Comcast auf die üblichen abonnentenbezogenen Abgaben. So schön kann das Kabelfernsehgeschäft sein. Zumindest, wenn man bei Malones Deals auf der richtigen Seite steht. Aber mit seiner schnarrigen Märchenonkelstimme schafft er es doch immer wieder, seinen Verhandlungspartnern eine Nasenläge voraus zu sein.
Blühende Digital-TV-Landschaften
Stellt sich natürlich die Frage, was dann sein Rückzug aus dem Kabel
Deutschland-Deal für die jetzigen Investoren zu bedeuten hat. Davon mal
abgesehen scheinen die Aufräumarbeiten der letzten Jahre inzwischen Früchte
zu tragen. Von wenigen Nachbeben abgesehen, sind die Bilanzen der Netzbetreiber
wieder mehr oder minder blank poliert – wenn auch teilweise durch Übernahme
der Unternehmen durch die jeweiligen Kreditoren. Wie sieht es nun aber wirklich
aus mit den blühenden Digital-TV-Landschaften?
Das kommt natürlich ganz auf den Blickwinkel an: Blühend im Sinne
eines soliden Return on Investment für den Netzbetreiber, oder blühend
im Sinne eines breiten, digital verbreiteten TV-Angebots? Ausschließen
muss sich dies nicht. Aber das Infrastrukturmodell wie in Deutschland noch
vorherrschend stößt bei einer Vermehrung der TV-Angebote schnell
an seine Grenzen: Mehr TV heißt ja nicht unbedingt mehr Werbung. Die
muss aber erst mal die Programmvielfalt sichern. Pay-TV als von den Netzbetreibern
transportierter externer Inhalt führt fast immer in monopolistischen
Strukturen: Ob Kabel oder Satellit - digitales Multikanal-TV gibt es in Deutschland
praktisch nur über Premiere. Hat sich erst einmal ein großer, übergreifender
Anbieter etabliert, führt an ihm kaum ein Weg vorbei. Das Pay-Angebot
von Sky findet sich auch im britischen Kabel wieder, in Frankreich versorgt
der Sat-Pay-TV-Anbieter TPS auch Kabelnetzbetreiber.
Wie weitgehend Premiere den deutschen Multikanalmarkt im Griff hat, zeigen die digitalen Startversuche der Netzbetreiber. Fremdsprachenpakete sind ja ein gutes Geschäft. Nicht umsonst hält John Malones Liberty Media 90 Prozent an International Channel Networks (ICN).Trotzdem, ob ICN, DigiKabel oder visAvision – Fremdsprachenprogramme sind und bleiben Sondernutzungen. Nicht mal die vielgescholtene Musikindustrie versucht, ihre neuen Formate wie SuperAudio-CD oder DVD-Audio mit Hilfe türkischer Charttitel, russischer Popmusik und vietnamesischer Volksmusik zu etablieren. Ein Glück nur, dass sich die Pakete praktisch von selbst verkaufen. Denn Endkundengeschäft kennen die auf Wohnungswirtschafts-Marketing ausgerichteten Netzbetreiber nur aus dem Fernsehen.
Kabelland USA?
Blicken wir mal in Richtung USA. Auch dort werden schon mal bei neuen Wohnungsbauprojekten
die Kabelgebühren in den Nebenkosten mitberechnet. Die direkte Endkundenbeziehung
steht aber für keinen US-amerikanischen Netzbetreiber in Zweifel. Und
auch Otto Normalzuschauer weiß ganz genau, wer ihm sein Fernsehen ins
Haus liefert. Denn jeden Monat flattert ihm eine Rechnung über durchschnittlich
40 Dollar ins Haus.
Digital erreichbar sind in den USA derzeit 90 Prozent der 72 Millionen Kabelhaushalte. Mehr als 20 Millionen Haushalte haben sich auch schon für digitale Programmpakete entschieden. In weiteren 10 Millionen Haushalten zwar stehen Konverterboxen, haben jedoch auf zusätzliche Programmangebote erst mal verzichtet. Premium Services wie HBO, Showtime oder Starz sind dagegen in über 54 Millionen Haushalten abonniert.
Das digital TV und die damit einhergehende Verbreiterung des Programmangebotes hat einen schon länger sichtbaren Trend endgültig in harte Tatsachen verwandelt. In der TV-Saison 1999/2000 lagen die versammelten werbefinanzierten Kabelprogramme erstmals auch im Primetime-Marktanteil vor den großen drei Networks ABC, CBS und NBC. Fast scheint es, als wären die vielen Programmflöhe der Networkelefanten Tod: in den letzten zehn Jahren hat sich der Zuschauer-Marktanteil der Kabelprogramme verdoppelt.
Die Vielfalt scheint sich tatsächlich auszuzahlen. 308 Programme kämpfen derzeit in den USA um Zuschauer und Platz in den Kabelnetzen – von @Max, dem Filmprogramm für 20somethings, bis zum Zhong Tian Channel, einem chinesischen Vollprogramm in Mandarin. Für die neuen Nachzügler ist das Leben allerdings nicht leicht. Von den monatlichen Abogebührenanteilen, die Kabel-Urgestein wie MTV und CNN heraushandelten, können die neuen Nischenanbieter allerdings nur träumen.
Zumal sich auch der Focus bei den Netzwerken hin von der reinen Masse zu differenzierteren Services hin verschiebt. Das ist nicht weiter erstaunlich. Denn die pure Anlieferung von Programmenmassen via Satellit ist einfach billiger zu bewerkstelligen. Und so will Brian Roberts, Herr über gut 21 Millionen Kabelanschlüsse, in die Offensive gehen. Mit dem alten Triple Play, bestehend aus TV, Telephonie und Highspeed Internet, hat der aktuelle Ansatz nur mehr wenig zu tun. Telephonie ist out – schließlich haben die Netzbetreiber in den USA über die Jahre gerade einmal 2,5 Millionen Kunden finden können (in Großbritannien und Spanien finden sich schon mal Netze mit mehr Telephon- als TV-Kunden). Das neue Triple Play heißt VOD, HD und HSD. Oder, weniger kryptisch: Video on Demand, HDTV und Highspeed Data.
Beginnen wir mit HDTV. Die Sat-Konkurrenz war zwar schneller am Markt. Bei einer Marktpenetration von HD-fähigen Endgeräten macht dies jedoch keinen großen Unterschied. Derzeit können die Kabelnetzer rund 60 Millionen Haushalte mit HDTV erreichen. Bis Ende des Jahres will allein Comcast 65 Prozent seiner Kunden HDTV anbieten können. Auch Time Warner Cable, die Nummer zwei der Netzbetreiber, setzt aggressiv auf HDTV und bietet entsprechende Programmpakete in den meisten seiner Märkte.
An verfügbaren Programmen herrscht kein Mangel. Bravo HD+ versendet hochauflösende NBC-Programme, von Olympia 2004 bis zur Hit-Serie „The West Wing“. Im Discovery HD Theater laufen Dokumentationen aller Art. ESPN HD bringt Sportereignisse aller Art, genauso wie HDNet, gegründet von Mark Cuban, dem Besitzer Basketballmannschaft Dallas Mavericks. Time Warners Premium-Kanal HBO bietet HDTV schon seit bald fünf Jahren an, und strahlt inzwischen 70 Prozent seiner Programm auch hochauflösend aus. Dazu kommen terrestrische HD-Übertragungen wie zum Beispiel der Public Broadcasters, die von einigen Netzwerken (wie etwa Time Warner Cable of New York) auch im Kabel übertragen werden.
Als ausschlaggebender im ewigen Wettbewerb mit den Direct-to-Home-Satellitenanbietern gelten jedoch Video on Demand und Highspeed Internet. Da können DirecTV und Echostar/Dish kaum Punkte sammeln. Strategisch spannend wird die Frage, wie weitgehend Sat-Boxen mit Festplatte, die Personal Video-Recorder, bei Video on Demand eine Rolle spielen werden. Zwar testen auch einige Netzbetreiber den „Videoserver in der Settopbox“, der prinzipiell alle vorhandenen Programme on Demand verfügbar macht – aber eben auch immer nur ein einzelnes Programm aufnehmen kann. Mit ihren netzbasierten Angeboten versuchen die Betreiber hier zu kontern.
Drei unterschiedliche VOD-Angebote stehen zur Verfügung. Filme im Pay-per-View sind nur ein Teilbereich. Comcast zu Beispiel bietet jeden Monat kostenlos rund 750 Stunden TV-Programm-Mitschnitte an. Auch Time Warner setzt auf Gratisinhalte. Ziel ist es, mit dem Angebot die Digitalisierung der Haushalte weiter nach vorne zu treiben. Als besonders erfolgsversprechend gelten derzeit die SVOD-Services, das Subscription-Video on Demand. Premiumkanäle wie Showtime oder Starz bieten als Zusatzleistung die wichtigsten Programme auch On Demand an – und das meist ohne zusätzliche Kosten.
Beim Highspeed Internet sind die Netzbetreiber in den USA derzeit die Platzhirsche. Gut 14 Millionen Haushalte surfen derzeit via Kabel. Doch die Telcos versuchen vermehrt, mit günstigeren DSL-Angebot Marktanteile zu gewinnen. Viele Netzbetreiber reagieren vorerst mit höheren Zugangsgeschwindigkeiten. Auf die Dauer wird man sich dem Preiskampf jedoch nicht entziehen können. Dann mag auch die IP-Telephonie neues Gewicht gewinnen.
Interaktive Services dagegen führen ein Schattendasein zwischen der Selbstverständlichkeit des Videotextes und den großen Versprechungen der Vergangenheit. EPGs sind im digitalen Kabel die Regel, auch VOD ist natürlich ein interaktiver Service. Aber die Vielzahl an APIs und Oberflächen hat den Markt zu sehr fragmentiert. Worldgate hat sich ganz vom Markt verabschiedet (und baut inzwischen Videotelephone), Wink, Liberate, PowerTV und Co. koexistieren bei den großen Netzbetreibern – und machen es Entwicklern schwer, selbst auch nur für einen einzigen Betreiber eine Applikation zu bauen die in dessen gesamten Netzen lauffähig wäre. Mit OCAP, der OpenCable Applications Platform, soll das nun besser werden. Das von den CableLabs spezifizierte Subset von MHP soll den Markt vereinfachen und die breite Lauffähigkeit von Applikationen und Angeboten garantieren.
Überhaupt, das Thema Standards. Selbst die eingefleischtesten Walled Garden-Gärtner in den US-Netze haben nun auch das Thema Kaufmarkt für sich entdeckt. Gemeinsam mit 14 Unternehmen aus der Unterhaltungselektronik formulierte man umfangreiche Plug-und-Play-Standards. Das hehre Ziel: Adieu Settopbox - digitale Fernsehgeräte und andere Unterhaltungselektronikprodukte sollen direkt ans Netz angeschlossen werden können. Da können wir uns in Deutschland ein Scheibchen von abschneiden. Wir haben ja noch nicht mal einen Standard für die eigentlich überflüssigen Boxen ...
Hubert Gertis
| Digital Cable | in Millions | ||||
| Country | Platform | CA | Middleware | digi HH | % digital |
| UK | Telewest | Nagravision | Liberate | 1,3 | 99 |
| NTL Home | Nagravision | Liberate | 1,3 | 60 | |
| EI | NTL Ireland | Nagravision | Liberate | 0,05 | 15 |
| Chorus | Nagravision | OpenTV | 0,14 | 60 | |
| F | Noos | Viaccess | OpenTV | 0,43 | 45 |
| NC Numericable | Mediaguard | Mediahighway | 0,19 | 25 | |
| Est Videocommunication | Viaccess | OpenTV | 0,01 | 4 | |
| France Telecom Cable | Viaccess | OpenTV | 0,16 | 20 | |
| UPC France | Viaccess | OpenTV | 0,01 | 1 | |
| BE | Le Bouqet | Mediaguard | Mediahighway | 0,06 | 30 |
| Het Boeket | Mediaguard | Mediahighway | 0,04 | 20 | |
| UPC Belgie | Viaccess | OpenTV | 0,03 | 20 | |
| Telenet | na | na | 0 | 0 | |
| I | na | na | na | na | na |
| ES | Ono | MediaCipher | Liberate | 0,28 | 55 |
| PT | TV Cabo | Nagravision | Microsoft TV | 0,27 | 20 |
| NL | Casema | Viaccess | OpenTV | 0,04 | 3 |
| Multikabel | Viaccess | OpenTV | 0,02 | 5 | |
| Essent | Viaccess | OpenTV | 0,01 | 1 | |
| UPC | MediaCipher, Viaccess | Liberate, OpenTV | 0,05 | 2 | |
| A | UPC Telekabel | MediaCipher | Liberate | 0,02 | 4 |
| CH | Cablecom | Nagravision | OpenTV | 0,07 | 5 |
| SE | Com Hem | Viaccess, Conax | OpenTV | 0,13 | 10 |
| UPC | MediaCipher | Liberate | 0,02 | 8 | |
| NO | UPC | MediaCipher | Liberate | 0,03 | 10 |
| DK | TDC Kabel | Viaccess | OpenTV | 0,07 | 8 |
| Telia Stofa | MediaCipher | OpenTV | 0,2 | 40 | |
| IL | Tevel | NDS Videoguard | OpenTV | 0,15 | 45 |
| Matav | NDS Videoguard | OpenTV | 0,18 | 75 | |
| Golden Channels | NDS Videoguard | OpenTV | 0,18 | 40 | |
| UAE | E-Vision | Viaccess | OpenTV | 0,01 | na |
| AU | Foxtel | NDS Videoguard | OpenTV | 0 | Start 2004 |
| Optus | Nagravision | Liberate | 0 | Pilottest | |
| US | ComCast | ScientificAtlanta, MediaCipher | Liberate, OpenTV, Worldgate, PowerTV, Wink | 6,95 | 33 |
| Time Warner Cable | ScientificAtlanta, MediaCipher | PowerTV, Wink | 3,9 | 38 | |
| Charter Communications | ScientificAtlanta, MediaCipher | Microsoft TV, Liberate, Worldgate, PowerTV, Wink | 2,7 | 42 | |
| Cox Communications | ScientificAtlanta, MediaCipher | PowerTV, Liberate, Worldgate | 2,1 | 33 | |
| Adelphia | MediaCipher | PowerTV, Wink | 1,9 | 40 | |
| Cablevision | NDS, ScientificAtlanta | PowerTV | 0,7 | 24 | |
| Bright House Networks | ScientificAtlanta, MediaCipher | PowerTV, Wink | 0,7 | 35 | |
| Mediacom | MediaCipher | Worldgate | 0,38 | 25 | |
| Insight Communications | MediaCipher | Liberate | 0,36 | 29 | |
| CA | Rogers Cable | ScientificAtlanta | PowerTV, Liberate, Wink | 0,5 | 23 |
| Shaw Cable | MediaCipher | Liberate | 0,47 | 24 | |
| broadband bananas, gertis.media 11/2003 | |||||